... alle so auf Instagram abfahren
Schon länger habe ich vor, mal einen über meine Lieblingsapps zu posten. Doch eigentlich sind die gar nicht so besonders ... eben das übliche, Facebook, Twitter, eine Fernsehprogramm-App, eine Stau-App, diverse Spiele... bla, bla. Alles nichts neues. Doch dann kam da diese eine App um die Ecke, wie aus dem Nichts war sie da, und jeder hatte sie. Leute, die ich kenne, Leute, die als "Stars" gelten, Leute, deren Blogs ich lese - jeder eben. Ganz richtig, ich rede von Instagram.
Anfang des Jahres wurde ich von eine meiner Lieblingsleserinnen gefragt, ob ich eigentlich Instagram habe. Während ich die Frage las, dachte ich mir nur "was isn das schon wieder fürn scheiß" (ja, ich denke in Kleinbuchstaben). Irgendetwas nicht besonders eloquenteres antwortete ich dann auch darauf - und machte mir keine Gedanken mehr groß drüber. Bis zu dem Zeitpunkt, als der Post einer meiner Lieblingsbloggerinnen mit "Instagram" übertitelt war. Und ich mich daran erinnerte, dass ich da mal nicht darüber nachgedacht hatte. Den Post lies ich mir durch, suchte es im Appstore, und schwupp hatte ich es. Besonders kreativ meldete ich mich als "luiseliebt" an, klickte einfach das letzte Handyfoto an, und war ob der Möglichkeiten mit Filtern und Rahmen positiv überrascht. (Der entsprechende Gedanke dazu: "das ja geil". Natürlich wieder in Kleinbuchstaben.)
Schnell fand ich heraus wie man Leute sucht und verfolgte Hinz und Kunz, einfach um Bilder auf der "Startseite" zu sehen. Fortan postete ich Fotos, die eigentlich sonst niemanden interessieren, mit seltsamen Untertitelungen und freute mich über jedes Like wie über ein Stück Kuchen, und eigentlich noch ein bisschen doller.
Heute, zu ganz genau diesem Zeitpunkt, "besitze" ich mein Instagram schon sechs Monate. 168 Fotos und 198 Anhänger später bin ich noch viel verliebter, als am ersten Tag. Bei Instagram und mir, das war Liebe auf den zweiten Blick.
Doch warum genau ist Instagram zu der App mutiert, die ich öfter checke als Facebook? Warum denke ich bei jedem Moment sofort "das sollte ich auf Instagram posten" und fühle mich dabei nicht schlecht, was ich doch bei so einem Gedanken mit Facebook aber tun würde?
"Instagram ist so einfach!", dachte ich mir bei meinem ersten Besuch. "Und so toll", natürlich direkt hinterher. Ich kann Leute verfolgen, andere Leute können mich verfolgen, ich kann Fotos mit den meisten Likes ansehen, Leute verlinken, über Hashtags bestimmte Bilder suchen ...
Instagram ist Facebook, Twitter und Miniblog zugleich. Eben nur in Fotoform.
Instagram lässt mich Momente festhalten, für die ich auf Twitter gar nicht so schnell gute Worte finden würde. Instagram lässt mich Fotos posten, die ich auf Facebook niemals nicht posten würde - denn bei Instagram weiß ich, dass es dort Leute gibt, die sich für genau das interessieren. Und bei Instagram etwas zu posten, kostet mich bei gutem Internet, mit Bild auswählen, Filter festlegen und Untertitel tippen vielleicht zwanzig Sekunden - geht also viel schneller als ein normaler Blogpost. Und verfolgt man ne Menge Leute, gibt es natürlich ständig etwas Neues zu sehen - und ist interessanter als der Kram, den die zu vielen Facebook-Freunde ständig blubbern, und wo man sich aller zwei Scrolldaumen denkt "wasn mit dir verkehrt?".
Instagram stillt meinen Mitteilungsdrang. Es hat mir schon öfter geholfen meine Erinnerung an bestimmte Ereignisse aufzufrischen. Und zu guter Letzt: Instagram hat definitiv und unbestreitbar das coolste Icon.
Ein kleiner Einblick darf natürlich nicht fehlen...
Jeder Instagramer hat natürlich so Dinge, die er gerne fotografiert und postet. Bei mir ganz vorne mit dabei: Selbstprotraits, Essen, Füße, zusammen mit Freunden, und so dummer Kram, den man 'random' nennen kann, klingt nämlich schlauer.
Me, Myself and I - eigentlich sollte doch jeder so ein Album auf Facebook haben
So tun, als würde ich mich gesund ernähren...
Eigentlich kein schönes Körperteil
Andere Menschen verschönern das Ganze: Domi (Instagram: @domis7dresses), Scheni (Instagram: @schenilein) und meine Mami ♥
Was man eben so im Leben macht ...
Also Kinder, schnappt euer Smartphone aus der Sofaritze, sucht im Appstore, Android Market, oder wie immer sich das Ding auch nennt, wo man Geld für virtuelle kleine Knöpfe loswird, nach Instagram, was netterweise kostenlos ist, ladet es euch runter, seid um eine App reicher, und verfolgt meine spannenden Fotos. (Vor dem spannend sollte man übrigens nach Bedarf noch ein 'un-' davorsetzen.) Man sieht sich!
Ich? Bin jetzt mal Instagram checken ...